STUDIENSAAL | 15.05.2024 – 20.10.2024
In der europäischen Kultur der Frühen Neuzeit wurden Feste nicht nur gefeiert, sondern regelrecht inszeniert. Ob sakral oder profan, höfisch oder städtisch – zu besonderen Anlässen entstanden temporäre Festarchitekturen, die öffentliche Räume in eindrucksvolle Bühnen verwandelten. Diese ephemeren Bauwerke dienten der Repräsentation, dem Staunen – und nicht zuletzt der Demonstration von Macht.
Die Ausstellung beleuchtet diese vergänglichen Monumente anhand ausgewählter, reich illustrierter Festivalbücher aus der Liberna Collection. Eine Besonderheit: Die kreative Nutzung des begrenzten Ausstellungsraums greift das Thema der Inszenierung selbst auf. Theaterkulissen, gezielte Lichtsetzung und szenografische Elemente lassen die Monumentalität der damaligen Architekturen atmosphärisch erfahrbar werden.
AR- und Beamer-Technik (entwickelt durch zone4) ermöglichen darüber hinaus eine virtuelle Rekonstruktion der Bauten – und damit einen faszinierenden, immersiven Einblick in die Festkultur der Frühen Neuzeit. Eine seltene Gelegenheit, diese prachtvollen Architekturen in Wort, Bild und Raum neu zu entdecken.
Künstler:
Albrecht Altdorfer / Leonhard Beck / Govert Bidloo / Johann Bringer / Hans Burgkmair d. Ä. / Jan Cossiers / Albrecht Dürer / Jean Gaspard Gevaerts / Diederich Graminaeus / Romeyn de Hooghe / Wolf Huber / Jacob Jordaens / Arnoud Leers / Lucas van Leyden / Caspar Merian / Joannes Meursius / Hans van Mildert / Willibald Pirckheimer / Peter Paul Rubens / Hans Schäufelein / Matthias André Schmidt / Cornelis Schut / Hans Springinklee / Marx Treitzsaurwein / Theodoor van Thulden
Zur Ausstellung