Für die Ausstellung „Verlagert. Die Kunst in Bewegung“ in der Kunsthalle St. Annen unterstützte ich das Museum beratend in der Szenografie. Die kuratorische Auswahl und Planung lagen bereits vor – mein Beitrag bestand im Fine Tuning der räumlichen Gesamtgestaltung. Wandgliederung, Objekteinrichtung und Farbkonzept wurden in enger Abstimmung mit dem Museumsteam verfeinert. Das Ausstellungsthema „Zwischenlagerung“ und Schaudepot wurde um den Aspekt „Baustelle“ erweitert. Bauzäune mit Schwerlastregalen, farbige Plexiglas-Absperrungen und ein dynamisches Raumszenario greifen die Idee eines provisorischen Schaudepots auf. Der besondere Silberschatz der St. Annen-Kirche wurde als Highlight in der Apsis inszeniert – eingebettet in ein farbiges Lichtkonzept mit abstrahierten Chorfenstern aus Aludibond und einem abstrahierten Altar in einer Ganzglasvitrine, der auf den ursprünglichen Standort der Apsis und die Kirchenarchitektur verweist. Die Ausstellung bietet einen seltenen Blick hinter die Kulissen: Kostbare Schätze aus neun Jahrhunderten – vom Silberschatz der St. Annen-Kirche über Werke von Käthe Kollwitz bis zu Andy Warhols „Holstentor“ (1980) – werden vor dem Umzug ins Außenlager noch einmal öffentlich präsentiert. Ein Schaudepot der besonderen Art.